Sternsinger

Jetzt um Dreikönig sind sie wieder unterwegs – als Heilige Drei Könige verkleidete Kinder und Jugendliche, die Häuser besuchen, ein Lied singen, Sprüchlein aufsagen und Geld einsammeln. Die erfolgreichste jährliche Spendenaktion der Kirche ist zugleich die weltweit größte Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder.

Ich hab das früher auch gemacht. Allerdings war das bei uns etwas größer als in der Pfarrei, in der ich heute lebe, wo nur heute am 6.1. einige Häuser aufgesucht werden…
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Gesegnete Weihnachten!

…und weil ich schon vorgestern, am 22.12. nebenstehendes Schild gesehen habe hier noch ein kleiner Abriß, wie sich das mit der Weihnachtszeit aus katholischer Sicht darstellt:

Am 25.12. ist Weihnachten. Die Feier beginnen wir schon am Vorabend (das machen wir auch bspw. bei jedem Sonntag so), und wie an Ostern feiern wir auch an Weihnachten eine ganze Woche. Ebenfalls wie an Ostern wird das von staatlicher Seite dadurch angedeutet, daß es immerhin einen zweiten freien Tag gibt nach dem eigentlichen Festtag. Den Abschluß des Festes bildet also der Oktavtag, der 1. Januar.

Daran schließt sich noch die Weihnachtszeit an, die bis zum Sonntag nach dem 6. Januar geht (Taufe des Herrn). Bis vor ca. 50 Jahren ging sie bis zum 2.2., uns so lange stehen in vielen Kirchen und Haushalten auch heute noch die Krippen und die Tannenbäume.

Die Zeit vor dem Vorabend des 25.12. nennt sich Advent. Die Adventszeit ist etwas anderes als die Weihnachtszeit. So, wie die Fastenzeit etwas anderes ist als die Osterzeit. Auch wenn im Supermarkt gefühlt ab September Weihnachten gefeiert wird, mit Weihnachtsfeiern, Weihnachtsbäumen und Weihnachtsmärkten. Also wenn ich einem „normalen“ Geburtstagskind schon vor seinem Geburtstag gratuliere, dann fauchen die Abergläubigen sofort „das bringt Unglück“, aber die Geburt Christi schon monatelang vor dem Termin zu feiern, das hat sich irgendwie etabliert gerade bei jenen Menschen, die eigentlich mit dem Christentum wenig am Hut haben und nur irgendwie ein wärmendes Glühwein-und-Kerzenschein-Gefühl im Winter zu suchen scheinen. Hier jedenfalls wurden heute morgen Baum und Krippe aufgebaut und bleiben ab jetzt dann bis zum 2.2. stehen. Wie jedes Jahr.

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Tips zur Kirchenbesichtigung

Seitenfenster in St. Peter und Paul, Durlach

Da sich unter meinen Lesern zunehmend auch Nichtchristen und/oder Menschen aus anderen Kulturkreisen befinden: Hier mal einige Hinweise, wie man sich in Kirchen verhält und warum es überhaupt interessant sein könnte, Kirchen zu betreten.

Zuerst die zweite Frage. Katholische Kirchen sind untertags meistens offen. (Oft aber nur eine der Seitentüren, nicht die Haupttür.) Wenn nicht grade ein Gottesdienst stattfindet, kann man drin rumlaufen und sie besichtigen. Viele Kirchen sind durchaus sehenswert, weil die Christen einiges Geld in die Kunst in den Kirchen investiert haben. Jetzt in der Weihnachtszeit (meist bis 2.2.) sind in vielen Kirchen auch hübsche Krippen aufgebaut. also Darstellungen der Geburt Christi. Und: Man hat dort seine Ruhe.

Wenn man eine Kirche betritt, dann nehmen die Herren bitteschön ihre Kopfbedeckung ab. Die Schuhe hingegen bleiben an den Füßen. Das Handy stumm, insgesamt bitte still sein, denn andere könnten beten. Und bitte nichts essen oder trinken. Bitte nur diskret photographieren und sich überhaupt unauffällig verhalten, eben um keinen, der betet, dabei zu stören. Man kann beliebig rumlaufen in dem Bereich, der für die Gemeinde vorgesehen ist, also wo die Sitzbänke sind. Bitte nicht in den vordersten Teil der Kirche gehen, wo die Stufen und quasi die „Bühne“ sind. Absperrungen (Gitter, Seile) respektieren. Kunstwerke nicht anfassen, eben wie in einem Museum. Man darf sich auch auf einen der Plätze auf eine Sitzbank setzen, auch wenn man nur ausruhen und nicht beten will.
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Hysterie

Ich hab dazu ja schonmal was geschrieben, und immer wieder juckt es mich in den Fingern, aber fast immer verkneife ich es mir. Aber manchmal, da wünsche ich mir echt Zustände wie damals vor fast 50 Jahren, als Demonstranten die Polizei foppten, indem sie im Weihnachtstrubel mit Paketen unter dem Arm herumliefen. 20 Jahre später konnten wir als Jugendliche uns nicht vorstellen, daß jemand Angst haben könnte, diese Pakete enthielten Bomben. Und heute? Heute genügt ein ganz normaler Brief an das Amtsgericht, bloß etwas dicker und ohne Absenderangabe. Also, wenn Ihr mal wieder Bomben verschickt: Schreibt irgendeinen Absender auf den Umschlag. Aber vielleicht wäre es doch sicherer, nur noch Postkarten mit der Post zu befördern?

Wann werden die ersten Schüler auf die Idee kommen, auf diese Weise Schulevakuierungen zu provozieren? Einfach einen „auffälligen“ Brief an’s Sekretariat schicken? So, wie ein an einer Straßenbahnhaltestelle liegengelassener Turnbeutel oder Rucksack den Verkehr erfolgreich stundenlang blockiert? Was wäre erst mit einem herrenlosen Koffer in einem Zug? – Oh, stop, das haben wir ja ständig im Eingangsbereich der ICE-Wägen. Da sind sie nicht gefährlich. Gefährlich sind sie nur an abgelegenen, menschenleeren Bahnsteigen. Weil Terroristen sind ja blöde und keineswegs auf Schadensmaximierung bedacht.

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Karlsruher Verkehrsbetriebe

Als ich 1991 nach Karlsruhe kam, war der Karlsruher Schienenverkehr grade am Expandieren. Nicht nur, daß ab 1992 die Zweisystemer fuhren (Linie „B“ nach Bretten). Nein, es gab auch wie selbstverständlich mindestens stündliche Fahrten auf allen Straßenbahnlinien, rund um die Uhr. Ich hab gelacht, als ich gehört hab, daß es in Berlin eine „Nachtruhe“ der Straßenbahn gibt. Aber: Diese Möglichkeit, jederzeit sicher, warm, trocken und leidlich komfortabel nach hause zu kommen, wurde in mehreren Schritten bis zur Unkenntlichkeit zusammengestrichen. Warum soll die „Stadt des Rechts“ sich auch attraktiv bspw. für Studierende darstellen? Sei’s drum, zumindest am Wochenende sollte man noch einigermaßen von A nach B kommen auch am späteren Abend. Dachte ich. Ich bin ja mittlerweile 46 und nicht mehr allzu oft nächtens unterwegs.

Wir hatten Firmenweihnachtsfeier, und ich wollte mit der 1 nach Durlach fahren, die um halb vier ab Marktplatz fährt. Da etwas Zeit war, lief ich von der Gartenhalle zunächst zum Marktplatz und dann bis vor zum Durlacher Tor und stieg erst dort zu. Ich sollte diese Haltestelle heute noch einmal wiedersehen . . .

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