Fliegerbomben

Da grade mal wieder eine in Durlach entschärft wird: Ich hab mich lange gefragt, warum diese Blindgänger heute noch gefährlich sind. Ich bin ja eher Geisteswissenschaftler als Ingenieur… ich dachte, die werden beim Aufschlag gezündet (oder eben nicht), und fertig. Und wenn das Ding jahrzehntelang rumliegt, dann ist es entweder eh kaputt, oder es bräuchte jedenfalls noch einen „Aufschlag“, damit was passiert.

Das ist aber falsch. Fliegerbomben des Zweiten Weltkriegs zündeten teilweise erst bis zu sechs Tage nach ihrem Abwurf, um die Aufräumarbeiten nach einem Luftangriff zu erschweren. Sprich während die Helfer Verschüttete ausbuddeln, gehen weiterhin Bomben hoch, ganz ohne aktuellen Luftangriff. Und diese „Zeitsteuerung“ kann natürlich beliebig haken und hängenbleiben und bspw. durch Erschütterungen auch noch Jahrzehnte später fortgesetzt werden.

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Bahn im Orkan

Update: Zu meiner u.g. Meldung/Angebot an den DB-Kundenservice vom 18.1. habe ich am 29.1. eine Eingangsbestätigung erhalten verbunden mit der Information, sie sei nun an den Teamleiter des Kundenbetreuers weitergegeben worden.

Bestimmt ist das halbe Netz voll von Reiseberichten von letztem Donnerstag, ich hab nicht geschaut. Aber hier meiner: Ich war am Donnerstag wie gewohnt in Montabaur, und gegen 23:45 war ich wieder zurück in Durlach (statt wie üblich ca. 19:15). Ging also, auch per Nahverkehr. Aber im Detail hab ich schon paar merkwürdige Erfahrungen gemacht.
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Mitdenken bei der Die Bahn

Wenn ich nach Zweibrücken fahre, steige ich in Landau und Pirmasens Nord um, das hab ich ja schon mehrfach beschrieben. Die Triebwägen halten am gleichen Bahnsteig einander gegenüber und warten seit einigen Jahren auch zumutbare Zeiten aufeinander (war früher leider nicht so). Alles gut soweit.

Nun hat man in Pirmasens die schönen Formsignale durch Lichtsignale ersetzt. Und seither klappt das nur noch auf der Hinfahrt ohne Ärgernis. Auf der Rückfahrt fährt der Wagen aus Zweibrücken bis an das vordere Ende des Bahnsteigs. vielleicht zwei Fahrzeuglängen Weit vor den überdachten Bereich, da vorne besteht der Boden des Bahnsteigs nur noch aus einer Art feinerem Schotter. Man stapft also durch diesen Schotter, manche mit Rollkoffer (selbst schuld, anderes Thema), manche mit Rollstuhl oder Kinderwagen durch den Regen unter’s Dach, wo die Treppe zur Unterführung und eben der Standplatz des Anschlußzuges auf dem anderen Gleis sind – alle denkbaren Ziele, vorne am Bahnsteig, wo der Zug hält, kommt man garnicht weg.
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Sternsinger

Jetzt um Dreikönig sind sie wieder unterwegs – als Heilige Drei Könige verkleidete Kinder und Jugendliche, die Häuser besuchen, ein Lied singen, Sprüchlein aufsagen und Geld einsammeln. Die erfolgreichste jährliche Spendenaktion der Kirche ist zugleich die weltweit größte Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder.

Ich hab das früher auch gemacht. Allerdings war das bei uns etwas größer als in der Pfarrei, in der ich heute lebe, wo nur heute am 6.1. einige Häuser aufgesucht werden…
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Gesegnete Weihnachten!

…und weil ich schon vorgestern, am 22.12. nebenstehendes Schild gesehen habe hier noch ein kleiner Abriß, wie sich das mit der Weihnachtszeit aus katholischer Sicht darstellt:

Am 25.12. ist Weihnachten. Die Feier beginnen wir schon am Vorabend (das machen wir auch bspw. bei jedem Sonntag so), und wie an Ostern feiern wir auch an Weihnachten eine ganze Woche. Ebenfalls wie an Ostern wird das von staatlicher Seite dadurch angedeutet, daß es immerhin einen zweiten freien Tag gibt nach dem eigentlichen Festtag. Den Abschluß des Festes bildet also der Oktavtag, der 1. Januar.

Daran schließt sich noch die Weihnachtszeit an, die bis zum Sonntag nach dem 6. Januar geht (Taufe des Herrn). Bis vor ca. 50 Jahren ging sie bis zum 2.2., uns so lange stehen in vielen Kirchen und Haushalten auch heute noch die Krippen und die Tannenbäume.

Die Zeit vor dem Vorabend des 25.12. nennt sich Advent. Die Adventszeit ist etwas anderes als die Weihnachtszeit. So, wie die Fastenzeit etwas anderes ist als die Osterzeit. Auch wenn im Supermarkt gefühlt ab September Weihnachten gefeiert wird, mit Weihnachtsfeiern, Weihnachtsbäumen und Weihnachtsmärkten. Also wenn ich einem „normalen“ Geburtstagskind schon vor seinem Geburtstag gratuliere, dann fauchen die Abergläubigen sofort „das bringt Unglück“, aber die Geburt Christi schon monatelang vor dem Termin zu feiern, das hat sich irgendwie etabliert gerade bei jenen Menschen, die eigentlich mit dem Christentum wenig am Hut haben und nur irgendwie ein wärmendes Glühwein-und-Kerzenschein-Gefühl im Winter zu suchen scheinen. Hier jedenfalls wurden heute morgen Baum und Krippe aufgebaut und bleiben ab jetzt dann bis zum 2.2. stehen. Wie jedes Jahr.

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