Auf
Bundes- und
Landesebene wird über das Schulsystem diskutiert. Das ist normal, denn jeder war mal in einer Schule, deswegen versteht auch jeder was von Bildungspolitik... Leider geht der Trend dahin, daß uns ein weiteres Mal altsozialistischer Quatsch doch noch untergejubelt werden soll. Das Abitur verkürzt, die Hauptschule abgeschafft, und schon gibt’s fast die Einheitsschule, wo bisher ein breit ausdifferenziertes, aufwendiges Schulsystem bestand.
Als Unterstufen-Gymnasiast hab ich mal mit einem Lehrer gestritten, warum er gezielt die schwachen Schüler aufruft anstelle derer, die die richtigen Antworten wissen und so den Unterricht unnötig verzögert. Ich versteh bis heute nicht, was Kinder, die in der 5./6. Klasse wesentlich Dreier und Vierer im Zeugnis haben, an einem Gymnasium verloren haben. Qual für sie und Qual für die anderen.
Zwei Punkte will ich aber gleich klarstellen: 1) Ich bin sehr dafür, daß das gesamte Bildungssystem an jeder Stelle so durchlässig wie nur möglich gestaltet wird. 2) Ich find’s verkehrt, daß die Schüler, die am schnellsten lernen, am längsten zur Schule gehen.
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