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Samstag, 12. Juli 2008Digital wählen
Liebes Tagebuch, schon länger frage ich mich, was diese Wahlmaschinendiskussion überhaupt soll, wo wir doch eigentlich auf direktem Weg zum Online-Behördengang sind? Also was bei Bankgeschäften seit Jahren üblich ist, soll doch auch bei staatlichen/kommunalen Verwaltungsvorgängen kommen, und das mit ordentlicher Kryptographie und vernünftiger Authentifizierung? Warum dann nicht von zuhause wählen? Bleibt noch das Problem der Gewährleistung der Nichtzuordnung der Stimmabgabe zum Wähler, aber das ist da dann auch nicht größer als heute, zumal die “Wahlmaschinen” dann ja zentral stehen können und nicht über das Land verteilt wären. Und für komplexe Wahlen wie die baden-württembergischen Kommunalwahlen nächstes Jahr mit Kumulieren und Panaschieren wär ein interaktives Frontend, das die Stimmen mitzählt, sicher ein Demokratie-Gewinn, denn da werden viele ungültige Stimmzettel abgegeben... (Nächstes Jahr sind hier übrigens Ortschafts-, Kommunal-, Landtags- und Europawahlen.)
Wieder hochgekommen ist mir diese Frage, weil ich heute das “Vergnügen” des Landesparteitags hatte. Als Delegierter ist man da primär Claqueur für die vortragenden Mandatsträger. Sekundär wahlberechtigt bei langweiligen Ein-Kandidaten-Wahlen mit fast sozialistischen Stimmverteilungen und frühestens tertiär dann an echten politischen Auseinandersetzungen beteiligt - denn die kommen schon rein zeitlich nach den erstgenannten Punkten, und das Ende der Veranstaltung ist fix. Weswegen jedesmal nur ein Bruchteil der Anträge wirklich behandelt werden kann. Wenn nun die Reden im Vorfeld verschickt oder als Tischvorlage verteilt würden und die Wahlen digital erfolgten, hätte man die ganzen acht Stunden für den interessanten Teil. (Und bevor jetzt mit Reichsbedenkenträger-Miene “aber das ist ja nicht gewollt” kommentiert wird: Was da “gewollt ist”, entscheiden wir Delegierte. Vor einigen Jahren haben wir auch die Kommission, die früher die Antragsreihenfolge vor der Sitzung festlegte, abgesetzt und stattdessen begonnen, zu Beginn jedes Parteitags selbst die Tagesordnungsreihenfolge abzustimmen. So kommen die für uns interessantesten Anträge wenigstens tatsächlich zur Verhandlung.)
Geschrieben von Felix Pfefferkorn
in EDV, Großveranstaltung, Politik
um
21:27
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Freitag, 16. Mai 2008Open Source Expo
Ich bin mir nicht ganz schlüssig, was ich von der Open Source Expo halten soll, aber ich werd sie mir jedenfalls anschauen. Ist ja kostenlos und in Karlsruhe, das Risiko hält sich also in Grenzen. Sind jedenfalls ein paar gute Vorträge dabei (gute Referenten und gute Themen), auch wenn man dem Gesamtpaket die Nähe zur “Webinale” anmerkt, also das insgesamt recht spärliche Vortragsprogramm ist stark, sagenwirmal, dotcom-lastig, und schon der Webauftritt selbst hat den sehr speziellen Neweconomy-Charme. Angereist wär ich dafür wohl nicht, aber für einzelne Vorträge vorbeigehen ist ja ok.
Donnerstag, 10. April 2008Zukunft Internet - wo geht die Reise hin?
Das Karlsruher Cyberforum schreibt auf seinem Mailverteiler
Sehr geehrte Damen und Herren, "Zukunft Internet - wo geht die Reise hin?" vollständig lesen Freitag, 11. Januar 2008Elektronische Wahlen
Ich gehe mal davon aus, daß das ein hochinteressanter Vortrag werden wird - leider zeitgleich zu meiner Lehrveranstaltung, so daß ich selbst nicht hingehen kann. Aber da sollte sich eigentlich halb Karlsruhe einfinden:
Der Mensch, der diesen Hinweis in ka.uni.ira gab, verwies unabhängig von diesem Vortrag noch auf Bingovoting. Stadtmarketing: Topterminkalender für Karlsruhe. Exzellenter Ofenschuß.
Meine Meinung zum Stadtmarketing setze ich mal als bekannt voraus. Und obwohl ich die Karlsruher Internet-Bildzeitung eigentlich ja auch nicht sonderlich mag: Das bringt es ganz hervorragend auf den Punkt. Klickt Euch da mal durch. Ich wollt’s ja erst nicht verlinken, aber es ist einfach nur unglaublich, wofür im Jahr 2008 Geld ausgegeben wird.
Hat jemand Lust, einen Verein zur Verbesserung des Images der Stadt Karlsruhe als Technologiehochburg mitzugründen? Ich würd den Unsäglichen der Stadtmarketing GmbH gerne zeigen, wie man’s richtig macht, und ich bin auch nach wie vor fest überzeugt, daß sich ein Stadtmarketing selbstfinanzierend organisieren lässt, weil die ortsansässigen Firmen ein großes Interesse an einem entsprechenden Image der Stadt haben. *fragjanur* Zeit hab ich auch keine.
Geschrieben von Felix Pfefferkorn
in EDV, Karlsruhe, Politik
um
20:12
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