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Sonntag, 20. Januar 2013Zur Niedersachsen-Wahl
Das beste daran ist, daß die “Die Linke” draußen ist. Ich werde nie verstehen, warum es Leute gibt, die eine Partei wählen, die sich ganz bewußt in die Nachfolge der Schlächter und Folterknechte der SED-Diktatur stellt. Keine Ideologiegruppe hat in der Menschheitsgeschichte mehr Leben gekostet als die von Sozialismus und Kommunismus. Schlimm genug, daß dieses Pack nach dem Zusammenbruch seines Terrorregimes weitgehend ungeschoren davonkam. Unfaßbar, daß diese Gestalten auch über 20 Jahre später noch in der Politik mitmischen. Linke Ideologien hatten ihre Chance. Wahrlich, jahrzehntelang. Steht im Geschichtsbuch.
Wer sich jetzt aber bitte auch endlich wieder unter seinen Stein verkriechen sollte ist Dirk Niebel. Erst versaut er uns die Wirkung des Dreikönigsparteitags (wir haben einen ziemlich guten Leitantrag zur Bildungspolitik verabschiedet, nur spricht niemand drüber), dann eskaliert er die im wesentlichen nur von ihm beschworene Personaldebatte immer weiter und selbst jetzt, wo beim besten Willen niemand negative Konsequenzen aus dem Wahlausgang fordern kann, bleibt der selbstverliebte Störenfried bei seiner Forderung, die Parteispitze neu aufzustellen. Langt es nicht, daß er selbst sich de facto auf der Landesliste nach oben geputscht hat mit höchst zweifelhaften Methoden? Muß er noch mehr Kollegen beschädigen als er schon hat? Ich bin ja stolz, einer Partei von Individualisten anzugehören, aber das gemeinsame Ziel sollte man doch nicht aus den Augen verlieren...
Die Leute, die hier wohnen, wissen’s schon, aber für die anderen: Hier hat’s seit letzter Nacht warm geregnet. Bei Minusgraden. Ich hab deswegen auf einem schrägen Dachfenster eine dicke, durchsichtige, leicht wellige Eisschicht. Naja und der Boden sieht entsprechend aus. Die Dolen sind verstopft, und es regnet fröhlich weiter (und reißt dabei den Schnee in dicken Brettern von den Dächern). Und gefriert, wenn auch nachmittags nur noch teilweise. Aber sicherlich über Nacht wieder. Hab ich so noch nicht erlebt. Es wird morgen spiegelglatt sein; es war heute schon spiegelglatt.
Gegen 16h saß ich in einer Straßenbahn gen Durlach, die an der Tullastraße erstmal stehenblieb. Nach einiger Zeit ging’s weiter, und die Betriebsleitstelle gab, wenn ich das richtig verstanden habe, durch, daß derzeit nur der Ring Marktplatz - Hauptbahnhof - Europaplatz sowie der Ast nach Durlach und Wolfartsweier befahren werden könne, also nichtmal mehr alle Zweisystemer fahren (wg. vereister Oberleitungen). Wer jetzt aber glaubt, auf den Webauftritten von KVV oder VBK dazu näheres zu erfahren, irrt. Da steht auch heute Abend nur, daß “teilweise” Busse und Bahnen ausfallen. SUPER. Das hilft natürlich enorm weiter. Wiedermal fehlen mir die Worte (bzw. mir ist für deren Gebrauch das rechtliche Risiko zu hoch), die Öffentlichkeitsarbeit und den Kundenservice dieses Ladens zu beschreiben. Der letzte Twittereintrag des KVV ist vom - festhalten! - 10. Januar. Also nicht (viertel-)stündlich, nichtmal täglich, nein, nichtmal wöchentlich wird dort getwittert. Auch auf Facebook findet man nur Kopien der nichtssagenden Pressemeldung. Ey dann lasst es doch einfach ganz, wenn das Internet Euch überfordert. Gegen Euch im Internet sind ja sogar die Haltestellenanzeigen “aktuell”. Jeder Schulprakti wäre in der Lage, Eurer Presseabteilung beizubringen, wie man in solchen Sondersituationen Echtzeitkommunikation hinbekommt. Der macht das nämlich mit seinen Kumpels. (Achso, klar, der macht das doch tatsächlich dann, wenn’s was gibt und nicht dann, wenn grade Bürozeit ist. Mein Fehler. Wie konnte ich annehmen, daß ein Verantwortlicher den Ethos mitbrächte, unabhängig von seiner Vertragsgestaltung einfach nur eine möglichst gute Kommunikation hinbekommen zu wollen. Ich Dummchen. Bestimmt wird es am nächsten Werktag ab 9h oder so, vorausgesetzt die Herrschaften gelangen überhaupt an ihren Arbeitsplatz, denn es hat ja Glatteis, dann eine Präzisierung der Meldung geben (“alle Bahnen fahren wieder” oder so).) Meine Fresse, was für eine Behörde ist aus den agilen Verkehrsbetrieben der 90er geworden. Dienstag, 18. Dezember 2012Nerdgeschenke
Die Mitglieder der GUUG haben auf ihrer internen Mailingliste schon vor Wochen über geekige Geschenke diskutiert und sich gegenseitig mit Links beworfen. Da ich der Zielgruppe die Mitgliedschaft in diesem Verein dringend nahelege, werde ich die teilweise wirklich interessanten Empfehlungen (ging weit über die allseits bekannten Webshops hinaus) hier nicht auflisten.
Ich hab aber auch ne Empfehlung für Leute, die auf engem Raum leben und trotzdem fit bleiben wollen. Montag, 26. November 2012
Mein Demokratieverständnis verbietet mir meist, öffentlich zu sagen, was ich wähle. Also teilweise mag man es sich denken können, aber ich hab ungefähr so oft die Liberalen nicht gewählt wie gewählt, seit ich dort Mitglied bin...
Bei der am nächsten Wochenende anstehenden Oberbürgermeisterwahl aber werde ich etwas für mich wirklich sehr außergewöhnliches tun und einen Roten wählen. Nicht, weil ich Herrn Dr. Mentrup für besonders herausragend hielte. Sondern weil die Alternative Herr Wellenreuther völlig abwegig ist. Dr. Mentrup ist nicht das kleinere Übel, sondern er ist für mich ein Neutraler gegenüber einem Bemitleidenswerten. Schaut Euch einfach an, was Herr Wellenreuther alles schon für Jobs hatte und wie er sie gemacht hat und macht. Schaut, ob er als Stadtrat etwas in Eurem Sinne bewirkt hat oder als Bundestagsabgeordneter (vom KSC fang ich erst garnicht an). Schaut, wie die Karlsruher CDU nun dasteht, die die von mir höchst geschätzte Frau Mergen vernünftig aufgebaut hatte, bis Herr Wellenreuther meinte, daß seinem Ego noch ein Titelchen fehlt. Und dann geht bittebitte wählen (soweit Ihr dürft). Update: Das sahen ausreichend viele Karlsruher so (man beachte den peinlichen URL - da war wohl ein anderer Titel beim ursprünglichen Text). Es gibt keine Stichwahl, Dr. Mentrup hat aus dem Stand 55%, der Heißluftföhn hingegen nur 35. Und ich wiederhole: Daß die Karlsruher sogar einen Mannheimer wählten, liegt primär an seinem Gegenkandidaten. Möge der sich nun endlich unter einen Stein verkriechen. Gut für Karlsruhe, daß sowohl Frau Mergen als auch Herr Dr. Mentrup künftig im Rathaus agieren. Freitag, 9. November 2012Bahnhumor![]() Das ist natürlich sehr viel besser als das alte papierne Kursbuch. Sehr viel besser. Man weiß schon vorher, was einen erwartet. "Bahnhumor" vollständig lesen
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