Auf ihren
Webseiten behauptet die Stadt “Karlsruhe wird Fahrradstadt Nr. 1 in Süddeutschland.”, und das geplante
Radroutennetz ist so dicht, daß man auf den ersten Blick nicht klagen kann. Mit dem Begriff “Route” wird auch schon angedeutet, daß “Radwege” oft nicht der Weisheit letzter Schluß sind, aber das ist nochmal ein anderes Thema.
Eine “Hauptroute” dieses Netzes ist die Durlacher Allee, und hier gibt es einen baulich von den Autospuren und (ein bißchen) vom Fußweg getrennten Radweg für jede Fahrtrichtung. Die Durlacher Allee war über das letzte Wochenende vier Tage lang auf ihrer Südseite komplett für den Autoverkehr gesperrt vom Weinweg bis zur Autobahn einschließlich. Auch etwas weiter westlich, vom Schlachthof bis vor den Ostring, war die gleiche Seite gesperrt. Hier war für Fußgänger ein Weg über den Festplatz ausgeschildert, dem man auch als Radfahrer folgen konnte und wohl sollte.
Ab Weinweg aber war essig. Da war einfach kommentarlos der Radweg ebenso wie das Trottoir abgesperrt. Vier Tage lang. Eine “Hauptroute” der “Fahrradstadt Nr. 1”. Straßenverkehrsordnungsgerechtes Vorgehen war also, das Fahrrad auf der Nordseite der Durlacher Allee bis zur Untermühlsiedlung zu schieben und sich dort wieder dem fließenden Verkehr anzuschließen. Eine durchgängig “fahrbare” Alternative wäre wohl, die Autobahn weiter nördlich bei der Autobahnmeisterei zu überqueren. Komfortabel wäre gewesen, wenn für diese vier Tage der nördliche Radweg der Durlacher Allee als Zweirichtungsradweg ausgeschildert und die kreuzenden Autospuren entsprechend deutlich darauf hingewiesen worden wären. Aber wie dem auch sei, es war
genau garnichts ausgeschildert. Es stand einfach nur eine Absperrung quer über der “Hauptroute”. Obwohl es sich hier ja um eine wochenlang im voraus geplante Baumaßnahme handelte.
Woran man unschwer erkennen kann, daß man sich einem Ziel nur nähert, wenn alle in die gleiche Richtung rudern. Solange einzelne Mitarbeiter irgendwelcher Ämter überfordert oder desinteressiert sind, wird das nix mit der angeblichen “Fahrradfreundlichkeit”.