Ein kleines
Update zu meiner
Vorstellung des
Sol i Luna vom letzten Sonntag, und wie Blogs die natürliche Kommunikation unterstützen:
Ich hatte der
Tageskarte entnommen, daß es dort wieder die schon vorgestellte kalte Tomatensuppe geben würde und mich daher trotz der Hitze für ein Abendessen begeistern können. Um die Suppe vollständig vorzustellen: Es handelt sich um
Geeiste Tomaten-Orangensuppe mit Basilikum. Und sie ist absolut lecker, die beste ihrer Art, wie ich ja schon schrieb. Und man bekommt eine Portion, von der man satt werden kann (jedenfalls an einem Karlsruher Hochsommertag).
Ich entschied mich für den Platz direkt neben der Tür, um die Kühle des Raums mit dem leichten Luftzug der offenen Tür zu verbinden. Während ich in den geschilderten Gaumengenüssen schwelgte und mich auf meinen anstehenden Urlaub (im Stadtgarten, ich verreise wie üblich nicht) freute, meint plötzlich der Wirt im Vorbeigehen zu mir “die Körner sind übrigens Sesam”. Der geneigte Leser wird sich erinnern, daß ich die Suppe beschrieb als mit “irgendwelchen kleinen Kernen drin”.
hüstel
Später unterhielten wir uns noch etwas, und ich erfuhr, daß beim Wechsel von “Kimapaja” zu “Sol i Luna” nochmal kräftig in das Restaurant investiert wurde, gerade auch in die Küche. Und Spieße, das muß ausdrücklich angemerkt werden, brauchen von Natur aus etwas länger in der Zubereitung, da man sie guten Gewissens ja erst bei Bestellung frisch auf den Grill werfen kann. Ich wurde also nicht wie vermutet vergessen, sondern mit frisch zubereitetem Essen versorgt, das nunmal seine Zeit braucht. Daß der Odenwälder Bauernspieß nicht aus dem Odenwald stammt, hab ich mir als Weinheimer ja schon gedacht. Daß aber allzu mediterrane Küche auf Widerstand bzw. Unverständnis bei einigen Einheimischen stößt (“es haben sich auch schon welche über diese Tomatensuppe beschwert, weil sie kalt ist”), war mir neu...
Fazit: Das “Sol i Luna” ist auf dem besten Weg, eine feste Größe in meinem Speiseplan zu werden. Und wie gesagt, es liegt keine der vielen Durlacher Kneipen näher an meiner Wohnung. Sehr gut, das. Da der Biergarten jeden Abend brummt und der Laden läuft, besteht auch Hoffnung, daß die Pächter diesmal durchhalten und sich der Laden, der ja eigentlich an prominentest-denkbarer Stelle gelegen ist, rechnet. Eine Bereicherung.