Mitdenken bei der Die Bahn

Wenn ich nach Zweibrücken fahre, steige ich in Landau und Pirmasens Nord um, das hab ich ja schon mehrfach beschrieben. Die Triebwägen halten am gleichen Bahnsteig einander gegenüber und warten seit einigen Jahren auch zumutbare Zeiten aufeinander (war früher leider nicht so). Alles gut soweit.

Nun hat man in Pirmasens die schönen Formsignale durch Lichtsignale ersetzt. Und seither klappt das nur noch auf der Hinfahrt ohne Ärgernis. Auf der Rückfahrt fährt der Wagen aus Zweibrücken bis an das vordere Ende des Bahnsteigs. vielleicht zwei Fahrzeuglängen Weit vor den überdachten Bereich, da vorne besteht der Boden des Bahnsteigs nur noch aus einer Art feinerem Schotter. Man stapft also durch diesen Schotter, manche mit Rollkoffer (selbst schuld, anderes Thema), manche mit Rollstuhl oder Kinderwagen durch den Regen unter’s Dach, wo die Treppe zur Unterführung und eben der Standplatz des Anschlußzuges auf dem anderen Gleis sind – alle denkbaren Ziele, vorne am Bahnsteig, wo der Zug hält, kommt man garnicht weg.

Sicher gibt es dafür irgendeine Erklärung, die Bahninsidern so selbstverständlich einleuchtet in ihrem abgeschlossenen Universum, daß sie das für völlig normal halten. Eine technische Notwendigkeit alleine genügt aber nicht, da muß auch noch Regelwerk hinzugekommen sein, denn wenn es nur bspw. die Position des Signals wäre, könnte der Fahrer ja trotzdem schon früher halten.

Ich hab am 30.11. an den Kundenservice gemailt. Am 6.12. kam eine Antwort. Sehr freundlich, aber sinngemäß wurde mir nur mit freundlichen Grüßen aus Saarbrücken mitgeteilt, man habe mein „Anliegen an den zuständigen Fachbereich weitergeleitet“. Das war’s. Also ne Art Eingangsbestätigung. Und nun, am 5.1., kommt eine Umfrage der Die Bahn, wie zufrieden ich mit ihrem Beschwerdemanagement sei. Ich war heute dort am Bahnsteig – es ist noch genauso gehirnlos bescheuert saudumm unmöglich unverschämt
und ohne Not kundenunfreundlich wie eben seit der Umstellung. Ich bin ja wirklich gespannt, ob ich jemals eine echte Antwort bekommen werde. Die zweite Mail klingt eher, als würden sie den Vorgang als abgeschlossen betrachten.

Ich erwarte nicht, daß sie meinetwegen da etwas ändern. Aber erstens bin ich ja nicht der einzige, der da schikaniert wird, und zweitens fände ich es „heutzutage“ schon angebracht, eine echte Erklärung für die Situation abzuliefern als Staatsbetrieb.

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2 Kommentare zu Mitdenken bei der Die Bahn

  1. Und, kam was, von wegen Halteplatz, 500-Hz-Magneten und Durchrutschwegen? oder nur „aus rechtlichen Gründen“? Oder gar nix?

  2. fpf sagt:

    Nach der beschriebenen de-facto-Eingangsbestätigung („wir haben es weitergeleitet“) kam nie wieder etwas. Ich würde sowas heute eher per Twitter klären, die sind da nicht nur wesentlich schneller, sondern auch wesentlich engagierter.

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