Straßenbahn nach Rintheim

Ab übermorgen fahren (mal wieder) bis voraussichtlich Dezember keine Straßenbahnen mehr nach Rintheim, da der Abstand der beiden Gleise etwas vergrößert werden wird, damit dort künftig auch die aktuellen Niederflurfahrzeuge verkehren können. Also war ich heute dort.


Trotz des bewölkten Himmels waren reichlich Interessierte da. Allein an der Endhaltestelle zählte ich über ein halbes Dutzend Menschen mit gezückten Spiegelreflexkameras plus einen Vater, der sein Töchterlein für dieses Hobby begeistern wollte. Und auch an der Forststraße, am Ostring, an der Rintheimer Straße und am Hauptfriedhof standen Fuzzys. Die Fahrer müssen sich wie Medienstars vorgekommen sein, so sie es denn nicht lästig fanden. (Ich hatte aber bei den Gesichtern, die ich sah, den Eindruck, daß sie das okay fanden.)

Zwei Anwohner und ein Passant sprachen mich an und wollten entweder wissen, was überhaupt los sei oder konkret bis wann die alten Bahnen denn noch fahren. In gewisser Weise hab ich also Öffentlichkeitsarbeit für die VBK gemacht. (Ich dachte allerdings, die hätten den Rintheimern nette erklärende Briefe geschrieben.) Insgesamt ist es ja keine schlechte Aufmerksamkeit, die ein Verkehrsunternehmen erzielt, wenn sich photowütige Pulks um die Fahrzeuge scharen. 🙂

Es sah aus als hätte man auf uns Rücksicht genommen: Mit Wagen 199 fuhr wohl der älteste Gelenktriebwagen im Liniendienst, mit 125 fuhr eine „Badewanne“ (so genannt wegen der winzigen Ablagen unter den Fenstern, die aussehen wie Seifenablagen, die manchmal in die Kacheln über Badewannen integriert sind – ich mag die ja nicht so, ich bevorzuge die echte Holzklasse mit den auch im Karlsruher Sommer hygienischen Sitzen). Insgesamt habe ich die Fahrzeuge 125, 199, 202, 204, 206, 210, 211 und 213 gesehen.

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