Frohe Ostern!

 

 

O vere beata nox,
in qua terrenis caelestia,
humanis divina iunguntur!

Wir sind erlöst – das glaubt uns aber keiner, wenn wir nicht bißchen erlöster dreinschauen, liebe Mitchristen. :engel:

An dieser Stelle möchte ich meine große Freude darüber zum Ausdruck bringen, daß wir in Durlach seit ca. anderthalb Jahren einen sehr liturgie-affinen Pfarrer haben, der sich um lebendige Praxis unserer weltumspannenden römisch-katholischen Liturgie bemüht und nicht der Versuchung erliegt, irgendwelche eigenen Erfindungen minderer Qualität an ihre Stelle zu setzen, wie dies leider in vielen Gemeinden zu beobachten ist (und wenn’s der Pfarrer nicht selbst tut, so ergeben sich doch viele ihren „engagierten Laien“ oder Hauptamtlichen).

Eine Übersicht über die Zeit von Aschermittwoch bis Pfingsten hab ich schonmal gegeben. Die grade vergangene Karwoche ist speziell nochmal eine Zeit vieler Gottesdienstformen, die man auch ohne Priester durchführen kann, bspw. Kreuzwegandachten und Trauermetten. Wobei ich ja allgemein den Eindruck habe, daß es uns Katholiken von je her viel vertrauter ist, Gottesdienste auch ohne einen präsidierenden Herrn Pfarrer zu feiern. Also nicht als Folge des Priestermangels, sondern einfach, weil man den nur für bestimmte Gottesdienstformen (allen voran die Hl. Messe natürlich) benötigt, für viele aber nicht (neben den schon genannten bspw. Rosenkranz oder Stundengebet). Aber schlag mal bspw. einen unierten Evangelischen vor, einen ökumenischen Wortgottesdienst ohne Hochwürden abzuhalten, einfach weil Hochwürden dafür nicht benötigt wird… (Wobei mein persönlicher Tiefpunkt bei der Vorbereitung ökumenischer Gottesdienste jemand war, der steif und fest behauptete, da müsse eine Mahlfeier drin sein, weil ausgerechnet Katholiken sich ja einen Gottesdienst ohne garnicht vorstellen könnten. :kopf-wand: )

Für die Profis: Vor 25-30 Jahren ministrierte ich in der Trauermette und wartete immer gespannt auf den Moment, wo unser Pfarrer mit traurigem Gesicht beim Buchstaben „Vau“ angekommen war. Er sang das „v“ wie „w“. Da bleib mal ernst als Teenager.

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