Durlacher Gastronomie: Der Adler

Adler In meiner Durlacher Gastronomie-Reihe diesmal ein Geheimtip: An der Pfinztalstraße, auf halbem Weg zwischen Marktplatz und Karlsburg, liegt die gutbürgerliche Gaststätte „Adler“. Es gibt ein paar Sitze in der verkehrsberuhigten (haha) Pfinztalstraße, von denen aus man die Fläche vor der Karlsburg überblicken kann (ähnlich wie beim Biergarten der Traube). Der Adler ist gut besucht, aber eher von etwas älterem Publikum. Daher „Geheimtip“ aus Sicht der mutmaßlichen Haupt-Leserschar meines Blogs.

Innen wird das Lokal scheinbar überwiegend von Stammpublikum bevölkert (viele grüßen in die Runde beim Eintritt), so daß man sich möglicherweise etwas als Fremdkörper fühlt. Muß man aber nicht, man ist willkommen.

Den Adler gibt es belegt als Durlacher Gaststätte schon seit 1725, „Hausschlachtungen sorgen für deftige Pfälzer Spezialitäten“ (Zitat von der Speisekarte). Die täglich wechselnden Tagesessen entstammen aber auch der badischen, nicht nur der pfälzer Küche. Man kann hier gut und sehr günstig essen, ein Tagesgericht wird meist schon für fünf Euro angeboten. Tip: Die Tagessuppe kann zu allen Speisen kostenlos dazu bestellt werden. Muß man aber ausdrücklich tun, gefragt wird man danach nicht. Im Sommer gibt es alternativ zur Tagessuppe oft auch eine Kaltschale. Ich zog angesichts der Temperaturen allerdings heute die Tagessuppe, gebrannte Grießsuppe, vor, bevor ich mich dann einer besonderen Spezialität des Hauses, sauren Nieren mit Spätzle vom Brett und einem gemischten grünen Salat, zuwandte. Ein Photo davon gibt es nicht, aber es war wie erwartet und gewohnt sehr, sehr lecker.

Der Koch kommt übrigens ab und zu aus der Küche und erkundigt sich bei den Gästen, ob’s auch schmeckt. Ich kenne andere Restaurants, da hat man das Gefühl, der Koch würde sich diese Frage garnicht trauen… 🙂

Der Adler hat zwei Nebenzimmer, von denen man aber nur eins per Schiebetür richtig vom Hauptraum abtrennen kann. Sonntags ist (leider) Ruhetag. Das volle Essensprogramm gibt es von 11:45 bis 14:15 und von 17:00 bis 21:45, dazwischen und anschließend bis 23:00 gibt es ein reduziertes Angebot. Einen Webauftritt hat der Adler nicht, aber immerhin eine Mailadresse: adler-durlach bei tesionmail.de. Telephonisch kann man ihn unter der Karlsruher Durchwahl 43297 erreichen (hey! Fünf Ziffern!).

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8 Kommentare zu Durlacher Gastronomie: Der Adler

  1. el*Loco sagt:

    Ui! Vielleicht gibts da auch „Pfälzer Dreifaltigkeit“ (Saumagen, Leberknödel und Bratwurst) – könnte sich ein Besuch für mich ja lohnen! Danke für den Tipp.

    • Hmmm. Ob er nun wieder *so* pfälzisch ist, möcht ich fast bezweifeln (vom Bauchgefühl her doch eher „gut badisch“). Geh hin und schau nach… 🙂

      • Frank Radons sagt:

        Am Mittwoch war ich mit einem englischen Adligen und einen Bauunternehmer aus Karlsruhe hier zum Essen. Fazit: Unfreundliche Bedienung schon zu Beginn. Essen kam nach 45 Minuten, der bestellte Kaffee nach dem Essen jedoch überhaupt nicht. Die ältere schmal-lippige Bedienung ignorierte uns, verschwand auf der Straße oder in der Küche. Wollte kein Trinkgeld geben, bezahlte nur den geforderten Betrag. Jedoch zu Hause bemerkte ich ein nicht bestelltes Tagesessen von 5.00 Euro auf der Rechnung. Also doch Trinkgeld bekommen. Ärgerlich. So einen Abend hatte ich schon lange nicht mehr erlebt. Wundere mich, dass solche Restaurants heutzutage noch überleben können.

        • Sehr sonderbar. Ich bin nach wie vor mindestens ca. zweimal im Monat dort und habe derartiges noch nie beobachtet. Man grüßt und wird gegrüßt, man bekommt für recht wenig Geld sehr leckeres Essen zügig serviert. Der „Adler“ ist definitiv mein Lieblingslokal in Durlach.

  2. fpf sagt:

    Vor einigen Stunden, ich bin auf dem Weg zum Mittagessen im Adler. Die Seele schnalzt mit der Zunge, das Wasser läuft mir im Mund zusammen, die Sonne scheint, die Welt ist gut. Hinter mir eine Kinderstimme “Mutti, was ist das, was ich da sehe?&#8221

  3. Thomas Fuchs sagt:

    Hallo, bei meinen Recherchen bin ich auf diese Seite gestoßen. Darauf befindet sich das Foto des ehem. Gasthofs Adler in der Pfinztalstraße 34. Interessant für mich ist hierbei die Neonreklame auf dem Vordach des Gebäudes.

    In einem kleinen Projekt aus rein privatem Interesse dokumentiere ich die noch vorhandenen Neonwerbeanlagen in Karlsruhe. Die hier genannte existiert allerdings nicht mehr, ist historisch aber sicherlich interessant. Daher meine Frage, ob ich Ihr Foto für meine Dokumentation verwenden und es auf meiner Website unter Nennung des Autors veröffentlichen darf.

    Ich freue mich, von Ihnen zu hören!

    Viele Grüße,
    Thomas Fuchs

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